Donnerstag, 2. Juli 2015

BACKSTAGE: 20 JAHRE UNI-SOMMERFEST





Es geht wieder los: Am 3. Juli verwandelt sich das Hauptgebäude der LMU zum zwanzigsten Mal in ein bunt-schillerndes Festivalgelände. Mit rund 5000 Besuchern gehört es neben dem Stustaculum, TUNIX und GARNIX zu den größten studentisch organisierten Festivals in Deutschland. Ein Blick hinter den Kulissen.



Auch in diesem Jahr hat das Programm des Uni-Sommerfests viel zu bieten: Neben Indie-Rockern und Pop-Punk Bands lockt das Event auch mit Kabarett, Ausstellungen und Karaoke und zum zwanzigjährigen Jubiläum gibt es sogar einen Überraschungsact. Strammes Programm für einen einzigen Abend, das den Abschluss des „Triple Live Summers“ bildet. Damit das Event jedoch reibungslos verlaufen kann, müssen im Vorfeld zunächst um die 400 Helfer organisiert werden, die Thekenschichten übernehmen, als Ordner für Sicherheit sorgen oder beim Auf- oder Abbau mithelfen. Dabei ist vom Kreisverwaltungsreferat fest vorgeschrieben, wann und wo Ordner eingesetzt werden und wie viele Fluchtwege vorhanden sein müssen. Die Organisatoren stehen in festem Kontakt mit der Polizei und der Feuerwehr. Darüber hinaus werden Security eingesetzt und die Ordner bekommen Sicherheitsanweisungen, damit es auf dem Fest friedvoll zugehen kann. Hinzu kommen viele Gespräche mit der Hochschulleitung: Einen Tag nach dem Sommerfest soll es so aussehen, als ob eine Party niemals stattgefunden hätte.

Wenn die bürokratischen Hürden erst einmal überwunden sind, geht es mit der eigentlichen Organisation des Fests auch schon los. Welche Bands sollen auftreten? Wie viele Bühnen müssen aufgebaut werden? Welche Musikrichtungen? Das Bewerbungssystem ist ähnlich wie beim TUNIX, GARNIX und dem Stustaculum: Die Organisatoren aller drei Festivals, die für Kultur und Technik zuständig sind, hören sich 800 Bands unterschiedlicher Musikrichtungen an: Es können Newcomer oder erfolgreichere Bands sein, aber Musiker, die ihre Songs selber schreiben, haben eine größere Chance als Coverbands letztendlich gebucht zu werden. Auch Kleinkunst ist erwünscht. Anhand dieser individuellen Bands versucht man, eine hohe Variation zu erreichen, damit für jeden Musikgeschmack etwas dabei ist. Wenn feststeht, welche Acts auftreten werden, finden Verhandlungen mit den Bands statt, damit sowohl auf der Bühne als auch Backstage alles reibungslos verläuft. Das „worst-case“-Szenario ist laut Alessa, die seit 2009 für die Bühnenorganisation zuständig ist, eine kurzfristige Absage einer Band, doch dies ist bisher-zum Glück- noch nicht vorgekommen.

Doch auch die Thekenkoordination erfordert ein hohes Maß an Organisation: Bei der Getränkekoordination sollen die Bestellungen genau kalkuliert werden, damit möglichst keine Getränke übrig bleiben. Felix, der seit vier Festen als Thekenkoordinator arbeitet, läuft während der Veranstaltung von Theke zu Theke, um sicher zu sein, dass es nirgends Probleme gibt und um neuen Helfern zur Seite zu stehen.

Solch eine Großveranstaltung ist auch für die regionale Presse sehr interessant, beispielsweise plant der Radiosender M94.5 eine Liveübertragung von der Veranstaltung. Die Ansprechpartner für die Medien sind Carmen und Daniela. Sie schreiben Presse- und Werbetexte und waren fürs Banner im Hauptgebäude und in der Mensa zuständig. Beide sind der Ansicht, dass es zwar manchmal eine sehr aufwändige, jedoch nie eintönige, sondern vielseitige Aufgabe ist, bei der man viel lernen kann. Auch Sabsi, die für das Design zuständig ist, arbeitet eng mit der Presse zusammen: Sie hat das Programmheft gestaltet und kümmert sich unter anderem um die Ausstellungen.

Am 3. Juli ist es dann soweit: Ab 19 Uhr öffnet die LMU ihre Pforten und verwandelt sich in ein buntes und kulturelles Festgelände und bildet nach dem Stustaculum, TUNIX und GARNIX einen schönen Abschluss des „Triple Live Summers“. Auch wenn die Organisation vor und nach dem Sommerfest sehr stressig ist, ist das Team stolz drauf, ein solches Event auf die Beine stellen zu können.


von Serafina Ferizaj und Carina Eckl

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