Montag, 28. Dezember 2015

Weltverbessern mit Schokolade







2016 steht vor der Tür, neue Ziele werden gesteckt, neue Wege eingeschlagen und so mancher stellt sich die Frage: Wäre es nicht mal an der Zeit, die Welt zu verbessern?

Das klingt nach einem sinnvollen Vorsatz für das neue Jahr. Aber Vorsicht! Erfolgreiche Vorsätze verlangen Professionalität, um nicht das Schicksal der vielen allneujährlichen Motivationsräusche zu teilen, ähnlich schnell verklingen, wie der Sektrausch, den dumpfen Alltagskater hinterlassend.
Zunächst versuche bitte ein wenig konkreter zu werden. Weltverbessern – das geht nicht einfach mal so nebenher. Du brauchst ein Konzept. 

Am Herzen liegen könnte dir – nur um ein Beispiel zu nennen – eine Limitierung der maßlosen Verschwendung von Lebensmitteln. Allein im vergangenen Jahr wurden in Deutschland fast 20 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen, davon im Schnitt 100 Kilo von jeder Familie.
Betrachte doch nur einmal die Massen an weihnachtlichen Süßwaren, die in den Supermarktregalen zurückgeblieben sind, nachdem für den Durchschnittskonsumenten das neue Jahr, der neue Ernährungsplan bereits begonnen hat. Was soll mit den Bataillonen an Schokoweihnachtsmännern geschehen, die niemand mehr bei sich aufnehmen will?Genau hier ist dein Einsatz gefragt: Wider der Verschwendung von Süßigkeiten – der Schokoladenkonsum darf nicht nachlassen!

Jetzt hast du deine Aufgabe! Formuliere dir als nächstes ein konkretes Ziel. Kein „ich würde gern …“ und kein „ich versuchs mal mit …“, keine Abstraktionen, keine Ausflüchte: Im Jahr 2016 wirst du täglich mindestens 50g Schokolade konsumieren – warum – um der systematischen Entsorgung von Schokolade entgegenzuwirken und die Süßwarenindustrie vor Umsatzeinbußen zu bewahren. Nimm dir einen Zettel, schreibe darauf dein Ziel und hänge es dorthin, wo du es unmöglich übersehen kannst. Gut. Du denkst das war’s? Mit Nichten, denn auch hier gilt die alte Regel: Je größer das Vorhaben, umso größer der Widerstand. Stell dir also an dieser Stelle die Frage: Was wird dich am Erreichen deines Vorsatzes hindern wollen? Sind es die Menschen in deiner Umgebung - deine Mutter, dein Zahnarzt, deine vegan lebende Mitbewohnerin – die dir das Schokoladeessen ausreden werden? Wähle bedacht, mit wem du Zeit verbringst.

Wäre es möglich, dass ein unerwartetes Ereignis – ein deutschlandweites Schokoladenverbot – deinen Plänen in die Quere kommt?  Suche dir schon jetzt eine Strategie, mit diesem Rückschlag umzugehen. Oder bist es du selbst, der an seinem Erfolg zu zweifeln beginnt, weil dir der Geschmack von Schokolade ganz plötzlich langweilig wird? Diesen eigenen Schweinehund überlistest du am Besten durch Abwechslung der Herausforderungen: Erstelle dir eine Liste mit je unterschiedlichen Sorten für jeden Tag des Monats. Sorge zudem für positive Verstärkung: Nach einer Woche erfolgreichem Schokoladenkonsum darfst du dir auch mal wieder einen Brokkoli gönnen. Auch in deiner Umgebung solltest du Motivation und Inspiration suchen. Wie wär’s zum Beispiel, statt Fitnessstudio, mit einer Jahreskarte im Schokoladenmuseum?

Zu guter Letzt bist du angewiesen auf Unterstützung aus deinem Bekanntenkreis. Tausch' dich aus mit Menschen, die die gleichen Ziele verfolgen, wie du. Teile deine Fortschritte – gerne auch mit mir. Ich glaub an dich!  

von Johannes Stark   

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