Freitag, 25. März 2016

Special Leipziger Buchmesse: Munich Bookster und Kate Morton


Kate Morton mit ihrem neuen Buch "Das Seehaus"

Nach dem spannenden Interview mit der sympathischen Autorin Kate Morton, das in der neuen Ausgabe der CampusZeitung erscheinen wird, ging es weiter zur Leipziger Buchmesse, um mit den Munich Bookstern über ihren Stand und Studiengang zu plaudern. Nachdem ich mich an Massen von Verlagsständen, Buchliebhabern, Hogwartsschülern, Sturmtrupplern und etlichen japanischen Manga- und Videospielfiguren vorbei geschoben hatte (die Manga-ComicCon fand in der Halle nebenan statt), erreichte ich endlich den mit Liebe zum Detail dekorierten Stand der Buchwissenschaft München. Dort warteten schon die Munich Bookster mit viel kreativem, selbst zusammengestelltem Material auf mich und erklärten mir, dass es vor allem Spaß macht, einen Stand selbst gestalten zu dürfen. Ihnen wurden wenig Vorgaben gemacht und deshalb mussten sie die Organisation selbst in die Hand nehmen. Dabei war es wichtig einen Schlafplatz für so eine große Gruppe zu finden und Veranstaltungen zu planen, die den Interessenten deutlich macht, wie toll es ist in Bayerns zünftiger Hauptstadt zu studieren und sich für den Studiengang Buchwissenschaft entschieden zu haben. Nicht nur die LMU war dort vertreten, auch andere Universitäten waren im Bereich „Studium rund um's Buch“ zu finden.

Die CaZe und das Infomaterial der Munich Bookster


Die Erlebnisse auf der Leipziger Buchmesse sind für die Buchwissenschaftler wichtig für das spätere Berufsleben und ergänzen die Theorie des Studiums mit praktischen Erfahrungen. Der Messekurs ist ein Modul, welches freiwillig belegt werden kann und keine Punkte einbringt, allerdings, und das konnte man auf jeden Fall sehen, wurde das Projekt mit viel Elan und Spaß angegangen. Eine Veranstaltung am Samstagmorgen hörte sich beispielsweise besonders interessant an: Die Munich Bookster konstruierten eine Art von Kriminalfall in der Verlagsbranche, bei dem zwei erfundene und ein reales Vorkommnis vorgestellt wurden. Der Zuhörer musste sich dann entscheiden, welche der drei Varianten die Richtige ist. Der Studiengang an sich wurde ebenfalls einmal pro Tag auf der Bühne vorgestellt, um ihn den Besuchern der Buchmesse näher zu bringen. Auch das typische bayerische Bier und Brezeln durften am Stand nicht fehlen, immerhin sind die Bookster aus München. Eine Karte von Münchens Verlagen, die am Ausstellungstisch hing, veranschaulicht, dass die bayerische Landeshauptstadt nicht ohne Grund eine der größten Verlagsstädte Europas ist. Die Munich Bookster waren zusätzlich bereits in Frankfurt vertreten und werden weiterhin zweimal im Jahr an den Messen teilnehmen. Der Stand ist auf jeden Fall einen Besuch wert und wenn man schon einmal da ist, kann man sich über eine hübsche Stofftasche mit dem Logo der Bookster, Graf Archibald und Baron Ludwig, oder über ein Lesezeichen in Form eines Buchkragens freuen. 

Die Lesung im Hugendubel Leipzig mit Esther Schweins

Am Abend fand im Hugendubel Leipzig noch die Lesung von Kate Mortons neuem Buch „Das Seehaus“ statt. Esther Schweins, die schon dem deutschen Hörbuch ihre Stimme lieh, las abwechselnd mit der Autorin selbst einige Passagen aus dem Buch vor. Schweins charakteristische Stimme und die interessanten Fragen, die von der Moderatorin Margarete von Schwarzkopf an Morton gestellt wurden, machten den Abend zu einem besonderen Erlebnis. Die Veranstaltung kam mit ungefähr 200 Besuchern noch besser an als erwartet. Eigentlich kein Wunder, wenn man bedenkt, dass Kate Mortons Bücher internationale Bestseller sind. Zu Ende signierte sie noch die Ausgaben ihrer Fans, die sichtlich glücklich waren, die Autorin persönlich zu treffen. 


Das Messegelände der Leipziger Buchmesse

Als Résumé zur Leipziger Buchmesse kann ich sagen, dass mit dem Interview mit Kate Morton ein Traum wahr geworden ist. Jeder, der eine Leidenschaft für Bücher hegt oder sich für aufstrebende oder bereits etablierte Verlage interessiert, ist auf der Leipziger Buchmesse auf jeden Fall gut aufgehoben. Ein Besuch bei den Munich Bookstern lohnt sich ebenfalls und wenn zusätzlich noch eindrucksvoll verkleidete Manga Fans vor Ort sind, kann es nur ein gelungenes Erlebnis werden.

von Carina Eckl
Fotos: Bruno Wolf

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