Mittwoch, 20. April 2016

Studenten und ihr Bücherregal - Teil 1




Lieblingsbücher sind etwas ganz Besonderes. Manchmal ist es schwierig nur eins auszuwählen, aber jeder besitzt dieses Buch, dass einen verändert hat, oder einem einfach nur riesige Freude bereitet. Wenn man es aufschlägt, ist es, als würde man einen vertrauten Freund besuchen. Lieblingsbücher belehren, erfreuen, belustigen, machen nachdenklich, schockieren, oder geben uns einfach ein gutes Gefühl. Studenten gewähren uns Einblick in ihr Lieblingsbuch und verraten, warum es gerade dieses eine Buch sein muss...


Nico studiert Regenerative Energien in München
Sein Lieblingsbuch: Die Elfen von Bernhard Hennen
Es ist mein Lieblingsbuch, weil es alles hat was eine gute Fantasy-Geschichte braucht: Einfühlsame, starke aber verwundbare, sensible Charaktere, eine fantastische Welt, eine Entstehungssaga, große Schlachten, Gegner, die man hassen kann, aber auch Gegner, die einem leid tun und eine gehörige Liebesgeschichte, die aber nicht kitschig ist, da sie ja erst zum Schluss in die heiße Phase geht und mein Lieblingscharakter leider leer ausgeht. Ich habe mit den Figuren mitgefiebert, gehofft, gekämpft, geweint und gelitten und sie von einem unverhofften Anfang bis zum tragischen Ende über 900 Seiten lang begleitet.“


Iris studiert Management (Bau, Infrastruktur, Immobilien) in Weimar
Ihr Lieblingsbuch: Im Westen nichts Neues von Erich Maria Remarque
Es ist für jemanden wie mich, der Geschichten mag, ein perfektes Buch, weil es die Umstände des Überlebens im Grabenkrieg sachlich und trotzdem fesselnd darstellt ohne dass jedoch die Glaubwürdigkeit des Themas wegen zu viel Spannung verloren geht. Ich habe es bis jetzt zehn Mal gelesen und werde es bestimmt noch öfter lesen.“

 
Daniel studiert Wirtschaftswissenschaften an der Fernuni-Hagen
Sein Lieblingsbuch: Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki von Haruki Murakami
Der Autor erschafft allein durch die Sprache eine interessante, gewissermaßen melancholische Stimmung, beziehungsweise sogar Welt wobei die Geschichte abstrus und abstrakt bleibt, aber durch ihren selbstreflexiven und „kriminalistischen“ Charakter nicht an Spannung und völligen Halt in der Wirklichkeit verliert.“ 

 
Mein Lieblingsbuch: Das Spiel des Engels von Carlos Ruiz Zafón
Dieses Buch hat mich von dem Moment an fasziniert, als ich die ersten paar Wörter gelesen hatte. Zafón schafft es mit seiner Schreibweise, den Leser in seine Welt zu locken und ist man einmal dort, kann man sich so schnell nicht mehr von den Figuren und der Geschichte rund um den Friedhof der vergessenen Bücher lösen. Zafón erschafft mit Wörtern ein altes, mysteriöses Barcelona und die merkwürdigen Ereignisse, die dort passieren, lassen einen lange nicht mehr los, da sie die perfekte Mischung aus tiefen Emotionen und Spannung hervorrufen.

  
von Carina Eckl
Illustration: Ivette Schmidt


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