Mittwoch, 22. Juni 2016

Breakout: How far can you go in 36 hours – Siegerehrung in der 089 Bar




2.324 Kilometer gereist, 7.698 Euro Spendengelder eingenommen - und das in 36 Stunden. Das ist die beachtliche Leistung des Siegerteams in den Kategorien Distanz und Geld des Spendenmarathons Breakout. Die beiden Siegerinnen kommen ursprünglich aus München, studieren in Berlin und planten ihre Reise von Spanien aus. Gestartet sind sie dann aus und für Berlin. Das Team La Caravana SusAnna landete schlussendlich in Playa Bela Vista in Portugal, wo sie am Strand sitzend ihren Siegesanruf erhielten und diesen gebührend mit einem Sprung ins Meer feiern konnten. 

Gespendet wird bei Breakout nicht nur pro zurückgelegten Kilometer, die Sponsoren können den Reisenden auch Challenges stellen, welche während der Reise gemeistert werden müssen. Einige interessante Aufgaben warteten so auf die 104 Teams des diesjährigen Breakout, zum Beispiel eine Bierbong in einem fahrenden Untersatz zu trinken oder auch eine alte Dame zum Schuhplattler aufzufordern (beides erfüllt). Auch poetisch gesehen ließen sich einige Challenges nicht lumpen, so war dieses Goldstück unter den Herausforderungen zu finden: „Stellt euren linken Fuß ins azurblaue Mittelmeer, während ihr mit dem rechten Fuß einen roten Felsen berührt, haltet in der linken Hand einen Blumenstrauß aus Lavendelblüten, Bougainvillea und Rosmarin und prostet mit der rechten Hand mit einem Glas Languedoc-Roussillon auf den wundervollen Ort, an dem ihr euch befindet. Santé!” (zur großen Überraschung aller: nicht erfüllt). Die selbsterklärt schönste Challenge des Gewinnerteams bestand darin sich von drei Menschen verschiedener Nationalität ihr jeweiliges Lieblingsgedicht oder ihren Lieblingssong vortragen zu lassen, wofür sie einen Belgier, einen Dänen und einen Amerikaner begeistern konnten. Neben der Stiftunglife unterstützten die Berliner Studentinnen, die seit ihrer Grundschulzeit eng befreundet sind, viele Verwandte und Bekannte. 
 
Und nicht nur Anna und Susanna wurde tief in die Taschen gegriffen, auch alle anderen Teams rührten kräftig die Werbetrommel und gewannen Sponsoren für den guten Zweck, sodass am Schluss sage und schreibe 107.999 Euro zusammengetragen wurden für das DAFI-Programm der UNO-Flüchtlingshilfe. Ein Grund zum Feiern. Dementsprechend ausgelassen und heiter war auch die Stimmung während der Breakout Siegerehrung am Mittwoch Abend in der 089 Bar. Zwar waren nicht alle Mitreisenden vor Ort, aber die Organisatoren, die Teams, sowie einige stolze Verwandte und Sponsoren, die anwesend waren, sorgten für gute Stimmung. Dem tat auch der Umstand keinen Abbruch, dass im Wettkampf der beiden Städte, Berlin die Nase vorne hatte, da die Teilnehmer aus der Hauptstadt zwar insgesamt mit weniger Teams gestartet waren, allerdings pro Kopf mehr Kilometer zurücklegten und mehr Spenden einnahmen. Zwei der insgesamt 63 Organisatoren führten gut gelaunt durch den Abend, stellten die Ergebnisse des Projekts, das DAFI-Programm, einige Mitorganisatoren, ihren Zuständigkeitsbereich und die Gewinnerteams vor. Die Auswahl an Preisen für die Sieger der unterschiedlichsten Kategorien (bestes Video, meiste bereiste Länder, coolstes TeamOutfit etc.) ließen sich sehen: von Globetrotter und Burger House Gutscheinen über eine schuhkarton-große Kiste mit unbekanntem Überraschungsinhalt bis hin zu aufblasbaren Schwimmhilfen in Form von Orcas - inspiriert durch eine mit 10 Euro dotierte Challenge an ein Team, sich einen Mini Orca auf den Hintern tätowieren zu lassen. Nach der Siegerehrung zog die Münchner Indie-Band King Pigeon viele Mitreisende und Organisatoren auf die Tanzfläche vor die extra aufgestellte Bühne und so wurde noch kurz, aber herzlich gefeiert bis die 089 Bar um 21 Uhr schließlich wieder in ihren Ausgangszustand zurückversetzt sein musste, um wie üblich für die Partygänger bereit zu sein.
Wer sich nun noch ein paar Videos, Bilder, Blockeinträge etc. über die Abenteuer der Reisenden ansehen möchte, kann das auf der Breakout Website (https://event.break-out.org) tun, aber Achtung: Fernweh, Reiselust und der dringende Wunsch im nächsten Jahr selbst dabei zu sein, könnten aufkommen. Organisatoren werden übrigens auch wieder gesucht. Wer also Lust hat, in den Bereichen Marketing, Design, Sponsoring, Finanzen, HR, Teamkommunikation, IT, Rechtsabteilung, Öffentlichkeitsarbeit oder im Eventteam ein paar Erfahrungen zu sammeln, ist bei Breakout herzlich willkommen. 

Von Magdalena Specht
Foto: WJST.DE IMAGES

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