Mittwoch, 28. September 2016

Das Social Media Experiment



Tagesbericht 2
Der Tag heute hat ohne Komplikationen (wie fehlender Handywecker) begonnen, doch er sollte nicht so bleiben. Um halb neun schrillte die Telefonklingel, ich schleppte mich aus dem Bett zum Telefon, nahm ab: es war Oma, die mich anrief und mir mit ihrer netten Art mitteilte, ich solle sofort aufstehen, denn um 9 musste ich in der Arbeit anfangen (zur Info: sie wohnt unter mir und ich hatte sie um den Gefallen gebeten, solange keine bessere Aufwecklösung vorhanden war). Und wer jetzt meint, ich sei verzogen, dem kann ich nur entgegnen, indem ich nochmals betone: ich höre normale Wecker in der Regel nicht! Zu diesem Zweck wurde mir auch schon ein ultra lauter Wecker geschenkt, doch mir würde es nicht im Traum einfallen ihn noch einmal zu benutzen, denn die Hersteller haben nicht vor akuter Herzinfarktgefahr gewarnt, die aber deutlich vorhanden ist. Das habe ich herausgefunden, als ich ihn einmal probeweise gestellt habe (mit ultra laut habe ich eher noch untertrieben). Das antike Klingeln des Wählscheibentelefons hingegen……naja, aber ich kann mich ja nicht darauf verlassen, dass jeden Tag genau jemand anruft, wenn ich vorhabe wachzuwerden beziehungsweise aufzustehen. Auf jeden Fall war ich dann wach, ging Zähneputzen (ohne meine geliebte Gesangseinlage natürlich), frühstücken und in die Arbeit. Während der Raucherpausen wurden dann auch mal die Whatsapp-Nachrichten kurz gecheckt und Leuten, die noch nichts wussten, mich aber erreichen wollten, teilte ich schnell meine Telefonnummer mit. Dann wurde aber auch schon fleißig weitergearbeitet. 


Um eins rief dann die Mittagspause und gleichzeitig das Ende meiner heutigen Arbeitszeit. Noch auf dem Weg Nachhause wurde das Handy wieder ausgeschaltet. Nachdem Mittagessen kamen dann kurz hintereinander gleich zwei herbe Rückschläge an meinem bisher positiven Tag: zum einen ein Blick aufs Handy wegen der Uhrzeit; die Zimmeruhr hing genau über mir………
Zum anderen, als ich meiner Mutter etwas zeigen wollte; auf dem Handy. Beides Mal war das Handy natürlich ausgeschalten, doch mich faszinierte und schockierte zugleich die Tatsache, wie schnell ich, und ich ohne zu überlegen, fast schon instinktiv, ans Handy griff, um dann festzustellen zu müssen: ach Sch***e, das Experiment! Doch es sollte noch besser kommen.
Der restliche Nachmittag verlief relativ normal. Ich fing an meinen Stundenplan zu erstellen, hörte ins neue Airbourne Album, schaute wieder Californication, nahm mal wieder ein Buch in die Hand, warf ein paar Körbe und klimperte ein wenig auf Lilly (der Name meiner geliebten E-Gitarre). Doch wäre Lilly verstimmt gewesen, hätte ich nicht spielen können; das Stimmgerät ist eine App auf meinem Smartphone. Am Abend dann wollte ich mir gemütlich die Rosenheim-Cops um 19.25 Uhr ansehen und nebenbei essen und diesen Tagesbericht tippen. Doch dann klingelte das Telefon…….Feuerwehrausbildung. Donnerstag ist Prüfung und heute war Vorbereitung. Die anderen wussten über Whatsapp Bescheid und ich habe den Termin völlig vergessen. Ok, Abendplanung umschmeißen, den Bericht später schreiben. Erkenntnis des Tages: Ich brauche (wieder) einen Terminkalender. 

Bis morgen, Max out.

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